Silvesterkloot - Boßelverein Spohle

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Silvesterkloot

Klootschießen
31.12.2018
Silvester Klootschießen letztmalig am 31.12.
Zwei Friesen im Feldkampf-Team

In Spohle wurden unter anderen Sören Bruhn (Bild) und Dominik Köster nominiert.
Der nächste Länder-Feldkampf findet in Blersum statt. Am letzten Tag des Jahres 2018 haben Friesensportler aus dem Landesverband Oldenburg (KLVO) auf dem Sportplatz in Spohle noch einmal zur Klootkugel gegriffen, um sich beim traditionellen Silvester-Werfen für die Nominierung ins Feldkampf-Team zu präsentieren. Mit dabei waren auch die Jungen und Mädchen, die sich beim letzten Durchgang der Saisonmeisterschaft einbrachten, und einige Frauen. Beim nächsten Feldkampf in Blersum wird es derweil keinen Vergleich zwischen den Junioren aus Ostfriesland und Oldenburg geben. Grund: Etliche Aktive aus dieser Altersklasse stehen im Aufgebot der Männer-Hauptteams. Beim Werfen in Spohle schaffte keiner der angetretenen Männer die 80-Meter-Marke. Das Oldenburger Team wird angeführt von Hendrik Rüdebusch (Vielstedt-Hude). Der Europameister kam mit drei Würfen auf 236,55 Meter. Der Höchstwurf mit dem 475-Gramm-Kloot betrug 79,30 Meter. Zum Aufgebot zählen in Ludger Ruch, Altmeister Detlef Müller, Tim Wefer und Junior Rico Wefer vier Aktive aus Mentzhausen. Ebenfalls nominiert sind Sören Bruhn (Schweinebrück), der in Spohle mit 214,95 Metern (Höchstwurf 73,00 m) Dritter wurde, sowie Dirk Schomaker (Abbehausen), Björn Helmerichs (Schweewarden), Thorben Cordes (Spohle) und Keno Vogts (Hollwege). Die Mannschaft umfasst sieben Stamm- und drei Ersatzwerfer. Optimistisch sieht Feldobmann Stefan Bruns (Waddens) dem Vergleich entgegen. Die Oldenburger haben die jüngsten fünf Länderkämpfe gewonnen. Im ewigen Vergleich führt indes Ostfriesland mit 14:13. Im Jugendbereich können die Oldenburger in Leistungsträger Thore Bruns (Waddens) nur einen A-Jugendlichen vorweisen. Er kam in Spohle mit drei Würfen auf 190,05 Meter (Höchstwurf 65,10 m). Der C-Jugendliche Anakin Wollersheim (Moorriem) warf den 375-Gramm-Kloot auf 46,30 Meter. Zum Oldenburger Feldkampf-Aufgebot gehören neben Bruns und Wollersheim noch Dominik Köster (Langendamm-Dangastermoor), der in Spohle mit 138,50 Metern Zweiter wurde, sowie Ben Sanders (Reitland), Keven Specht (Hollwege), Ihno Riesebieter (Schweewarden), Patrick Koring, Jardo Bolles, Raik Büthe (alle Mentzhausen) und Thies Minßen (Abbehausen). Betreut werden die Jungen, die krasse Außenseiter gegen die Ostfriesen sind, von Jugendwart Detlef Müller. Den bisher letzten Vergleich in Stollhamm haben die Oldenburger verloren. Insgesamt steht es 21:13 für Ostfriesland. Beeindruckt war man beim gastgebenden Kreisverband Waterkant von dem guten Besuch der „Mäkler und Käkler“ beim Silvesterwerfen. 48 Aktive brachten sich ein. Bei den Frauen überzeugten Antje Wulff (Mentzhausen/52,05 m) und Lena Stulke (Schweinebrück/51,15 m). Ende 2019 ist das Traditionswerfen in Spohle erstmals nicht mehr an Silvester, sondern bereits am 29. Dezember geplant.
Quelle: Bild und Text Wolfgang Böning
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März 2018
Silvester Klootschießen erstmals nach 31 Jahren ausgefallen

Regen-Wetter setzt den Klootschießern zu

Nach Jahren mit Stefan Bruns wieder ein Feldobmann im Klootschießer Landesverband Oldenburg. Doch durch die lange Regenperiode sicherlich nicht so wie sich der Waddenser das für sein Arrangement vorgestellt hatte. Durch die Regenfälle die Plätze aufgeweicht und von den Kommunen gesperrt. Davon betroffen war auch der neu angedachte Termin Kloot-Saisonmeisterschaft gleich nach Weihnachten. Das gaben die Plätze in Altjührden und Grabstede nicht her. Das traditionelle Silvesterwerfen in Spohle war nicht durchführbar. Das war vor 31 Jahren vom legendären Feldobmann Richard Witte ins Leben gerufen worden. Der neue Feldobmann: „ An so eine Wetterlage können sich auch nicht die älteren Bahnweiser erinnern“, und er merkt an: „ Für die Durchführung der Veranstaltungen müssen wir auch den Aktiven vernünftige Bedingungen anbieten.“ Mit dem Ausfall Silvesterwerfen, auch das Hartwarden-Schild außen vor. Das war ja schon im November den Platzbedingungen in Stollhamm zum Opfer gefallen und auf diese Veranstaltung mit verlegt worden. Stefan Bruns: „ Solch eine Entscheidung fällt schon schwer. Man muss auch an die Helfer denken, die hätten die Klootkugel nach dem Wurf aus der Erde graben können. Ein Ausweichen auf andere Plätze war auch nicht möglich.“ Gleich im neuen Jahr will man besprechen wie es mit der Meisterschaft weitergeht und ob die sportliche Entscheidung um das Hartwarden Schild noch fällt. Statt Regen wünschen sich die Klootschießer und die Fans, die sogenannten „Käkler und Mäkler“ ja den Kahlfrost. Denn alle sehnen sich die Feldländerkämpfe herbei. Dann treten die Teams Oldenburg gegen Ostfriesland bei der Jugend, den Junioren und Männer gegen einander an. Für diese Länderkämpfe werden ja traditionell nach dem Silvesterwerfen die Oldenburger Teams nominiert. Der Waddenser Stefan Bruns: „ Nach der Wetterlage stehen wir noch nicht unter Zugzwang. „ Der Feldobmann und Jugendwart Detlef Müller aus Schweiburg werden dann die Mannschaften nach den bisherigen Leistungen bei den Meisterschaften vom KLVO und FKV, sowie der Kloot Saisonmeisterschaft benennen. Das letzte sportliche Vergleich liegt nun schon fast 6 Jahre zurück. Da gewannen die Oldenburger bei frostigem Bilderbuch-Wetter am 4.2.2012 in Utgast, Kreisverband Esens, alle drei Kämpfe gegen die Ostfriesen. Die längste Wartezeit betrug davor zwischen zwei Veranstaltungen vom 30.12.1995 bis zum 21.1.2001, 5 Jahre. Ausrichter vom nächsten Feldkampfwochenende wäre der KBV Stollhamm. Insgesamt liegt die Zuständigkeit beim Friesischen Klootschießerverband (FKV). Für den Vorsitzenden des FKV, dem erfahrenen Jan-Dirk Vogts aus Hollwege auch unerlässlich: „ Auf beiden Seiten müssen attraktive Teams auf der Matte stehen. Dafür müssen die Vorbereitungen und das Einbringen der Werfer auch bereits im Sommer beginnen. Die Sportler müssen die Zuschauer mit guten Wurfweiten beeindrucken, „ und eins betont er weiter: „ . Es muss eine Zwei-Tagesveranstaltung sein, damit sich der enorme Aufwand auch für den Veranstalter lohnt.“ Der Feldkampf würde mit 5000 Euro zu Buche schlagen. Jan-Dirk Vogts: „Für den Fortbestand der Sportart müssen sich erfahrene Klootschießer einbringen, die ihr Wissen und Können an die Schüler und Jugendlichen weitergeben.“

Text und Bilquelle: Wolfgang Böning

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